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5. bei den Deutschen Meisterschaften

Wir gratulieren unserem Sebastian für einen hervorragenden 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften im Paracycling am letzten Wochenende. Eine exzellente Leistung. Und nicht nur radfahren kann er, auch sein Logbuch wird gut geführt. Hier sein Bericht. 

Heute früh um neun erfolgte in Köln Longerich bei strahlendem Sonnenschein aber eisiger Kälte der Startschuß zur DM Paracycling in den Klassen MC 4 und MC 5. Zeitgleich wurde ein Paracycling-Europacup ausgetragen sodass wir noch einen Fahrer aus Dänemark, einen aus Puerto Rico und einen aus den Niederlanden dabei hatten. Nach meinen typischen Startschwierigkeiten fand ich gut ins Rennen. In der ersten Hälfte des Rennens hatte ich noch einige Probleme mit den Kurven. Das Rennen war wie im Vorjahr taktisch geprägt. Thomas Schäfer, der im vergangenen Jahr 2 Medallien bei WorldCups geholt hat, vermied es vorn richtig Dampf zu machen, sondern erschöpfte sich in wiederholten Antritten und Wellen. Diese Taktik sollte am heutigen Tag nicht aufgehen.

Mir selbst kam diese unstete Fahrweise überhaupt nicht entgegen. Am Ende des 1. Drittels ließ mein Freund Stephan Breuer mal ein zünftiges Loch stehen. Es kostete mich viel Energie, dies wieder zu schließen. Ich versuchte mich dann weiter nach vorn zu orientieren, was mit 8 Fahrern und „Einerreihe“ recht schwierig ist. Zur Hälfte des Rennens sortierte ich mich einige Runden auf Platz 3. Und im Gegensatz zum Vorjahr vermied ich es ganz vor im Wind zu fahren. In Runde 15/16 wurde es dann wieder hektisch. 3 Fahrer attackieren vorn nach einem Kreisverkehr. Ich schaue mich nicht um, sondern trete einfach. Kurz vor der erneuten Zieldurchfahrt bin ich wieder dran. An meinem Hinterrad der spätere Deutsche Meister Walter Marquardt. Bei dieser Aktion verlieren wir Stephan. Dann wir es wieder ruhig. Wir leiten geschmeidig durch die Kurven. Ganz im Gegensatz zum letzten Jahr, indem ich meine Körner am einzigen Anstieg der Runde durch eine Attacke in der letzten Runde verschossen habe. Genau das mache ich in diesem Jahr nicht. Bis zur Zieleingangskurve bleibe ich fehlerfrei!

Am Hinterrad des Puerto Ricaners biege ich auf die Zielgerade ein. Leider verliere ich sein Hinterrad, weil die Ansteuerung meiner Muskeln beeinträchtigt ist und ich überhaupt nicht sprinten kann. Der Europacup wird von einem Dänen gewonnen, der 60 km an letzter Stelle des Feldes gefahren ist. Neuer Deutscher Meister wird Walter Marquardt vor Christian Niehaus (beide MC5). Auf Platz 3 der DM Oliver Kempel, auf 4 der bärenstarke Thomas Schäfer und ich auf Platz 5. Platz 6 für Stephan Breuer. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Nichts desto weniger feile ich immer noch an einem Kniff, noch weiter vorn zu finishen. Sicherlich nicht beim Paracycling WC in dieser Woche in Belgien. Vielleicht kann ich aber im September bei den Worldgames of Mountainbiking vor dem Deutschen Meister Meister Walter Marquardt finishen.

Gegen die Konkurrenz habe ich aufgrund meiner Behinderung keine Chance. Das stellt auch niemand infrage. Das ist so. Was mich aber überrascht hat, war die Auswirkung der Behinderung meines „Neukumpels“ Leonel aus Costa Rica. Diesem fehlen beide Hände und Teile der Unterarme und er wurde 1. der Klasse MC4. Respekt!