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Im Fokus von Hunderttausenden

Laurens beim Radrennen »EuroEyes Youngclassics« in Hamburg

Drei Tage Radsport mit vier Rennen und internationaler Besetzung – eine Auswahl der Besten stand für die »EuroEyes Youngclassics« im Rahmen der »Cyclassics« in Hamburg in diesem Jahr am Start. Einem Rennen der Altersklasse U17, in dessen Siegerlisten sich bereits zig aktuelle Profis eingetragen haben und das von Hunderttausenden von Zuschauern an der Strecke am Sonntag gesäumt wurde. In diesem Jahr war Laurens für den Kader des Landesverbands Hessen mit am Start.

Wann ging das Unternehmen »EuroEyes Youngclassics« für dich los?
Laurens: »Die ersten drei Teammitglieder kamen bereits am Donnerstagabend zu mir. Am Freitagmorgen kamen dann noch ein Teamkollege aus Fulda und der Teambus hinzu und dann ging es los nach Hamburg zu unserer Unterkunft. Unser Materialwagen kam später am Abend. Von der Schule waren wir ja alle durch den Hessischen Radsportverband befreit.«

Und gleich das erste Rennen?
Laurens: »Richtig. Sofort am Freitag um 17.30 ging es an den Start: 150 Fahrer auf einer Rundstrecke von knapp 68 km. Die Stimmung im Team war ziemlich entspannt und lustig. An taktische Vorgaben waren wir nicht gebunden, daher ist jeder nach eigenem Können gefahren. Das Rennen war sehr unruhig mit vielen Tempoverschärfung und auch Verlangsamungen des Feldes. Das führte zu allerlei Stürzen und ich musste mich enorm konzentrieren –  das hat beinahe so viel Kraft gekostet wie das eigentliche Treten. Beim Zielsprint konnte ich nicht eingreifen, dazu hätte ich früher eine bessere Platzierung im Feld suchen müssen. Aber die sehr engen Straßen – teils betonierte Feldwege – und eine zusätzliche Verengung auf den letzten 5 km machten das nahezu unmöglich. Letztlich war es mit 44 km/h ein recht schnelles Rennen und ich bin im Hauptfeld als 81. ins Ziel gekommen.«

Wie ging es dann am Samstag weiter?
Laurens: » Schon früh um 9:16 Uhr starteten wir zum Mannschaftszeitfahren über 14,4 km. Der Kurs war in Teilen der vom Vortag. Nur wenige Höhenmeter und kein Wind boten eigentlich gute Voraussetzungen, aber letztlich hatten wir viel zu wenig miteinander trainiert. Daher konnte es nicht gut gehen. Und so war es auch. Unsere Formation erinnerte wohl eher an einen Schweizer Käse mit metergroßen Löchern. Das Tempo wurde je nach Fahrer mal reduziert, mal erhöht, was zum Verfall der Anordnung im Team führte. Überholt wurden wir aufgrund der 4-Minuten-Abstände aber zum Glück dann doch nicht. Die Zeit war schlussendlich alles andere als gut.«

Aber das war ja an diesem Samstag noch nicht alles.
Laurens: »Stimmt. Um 17:30 Uhr saß ich wieder im Sattel, wir hatten 6 Runden á 9,4 Kilometer zu fahren. Ich war im Rennen zuerst nicht optimal positioniert und dann kam es noch zu einem Sturz vor mir. So entstanden zwei Gruppen. Danach habe ich zwar versucht, wieder in die erste Gruppe zu fahren, aber dafür fehlte mir die Hilfe der anderen Fahrer. Das Terrain selbst war mit einer kleinen Bergwertung abwechslungsreich, eigentlich für meine Stärken passend, aber in so einem Rennen entscheidet die Taktik und dafür hatte unser Team eine zu geringe Vorbereitung. So hatten wir nur einen Fahrer im vorderen Drittel mit dabei.«

Schließlich der Sonntag vor großer Kulisse in Hamburg. Wie war das?
Laurens: »Großartig. Vom Wetter her sehr angenehm. Etwa bewölkt und daher perfekt zum Radeln. Ich habe mich auch am Start gleich mit zwei Teamkollegen ganz vorne postiert, um sofort reagieren zu können. Das Rennen selbst war mit einem Durchschnitt von 45 km/h schnell, aber dennoch etwas ruhiger. Trotzdem gab es auch hier einige Stürze, die ich zwar immer umfahren konnte, die aber Kraft und letztlich Plätze kosten. Das Gute: Ich war durchaus in der Lage vorne mitzufahren und war für eine kurze Zeit auch in einer Ausreißergruppe dabei. Ich kann also von der Leistung her schon mitmischen, aber es fehlt noch an Technik und Taktik. Dazu kommen noch der Unterschied von Material und Vorbereitung im gesamten Team – das geht die Konkurrenz aus Dänen und Belgiern sowie den anderen deutschen Landesverbände schon fast professionell an. Auf jeden Fall aber hielt Hamburg einige echte Gänsehautmomente für mich bereit; die Menschenmassen am Rande, die einen anfeuern, das ist schon außergewöhnlich. War schon für mich eine Ehre hier in Hamburg dabei gewesen zu sein und quer durch die Stadt zu rasen.«